Aus unserer Firmengeschichte
(Fotos per Mausklick zum Vergrößern.)

Die Bauna GmbH ist ein Familienbetrieb, der im Jahre 1880 von Tischlermeister Wilhelm Rönnecke gegründet wurde.

Wilhelm Rönnecke stammte aus Braunschwende im Harz und erlernte bei seinem Onkel in Ringleben/Kyffhäuser das Tischlerhandwerk. Er kam als Bau- und Möbeltischler in die Heldrunger Gegend, ließ sich, als er seine Meisterprüfung abgelegt hatte, in Heldrungen nieder und übte im Grundstück der heutigen Kantorstr. Nr. 8 das bei seinem Onkel gelernte Handwerk aus.


Wilhelm Rönnecke

Seine Werkstatt hatte er links im Erdgeschoss. Zu dieser Zeit waren Maschinen noch nicht so weit verbreitet wie heute, daher reichte der für heutige Begriffe geringe Platz aus.
Meister Wilhelm Rönnecke erwarb dann 1906 das jetzige viel größere Eckgrundstück Kantorstr./Langestraße.



Gotthold Rönnecke

Zwei seiner Söhne, Johannes und Gotthold, erlernten bei ihm das Handwerk und wurden Tischlermeister.
Johannes wandte sich später jedoch dem Bäckerhandwerk zu und übernahm die Bäckerei Grenzdörfer.
Gotthold übernahm am 1. Januar 1937 die Tischlerei seines Vaters und führte sie in dessen Sinne weiter. Tischlermeister Gotthold Rönnecke legte wie schon sein Vater auf die Ausbildung von Lehrlingen großen Wert. Denn sie waren der Nachwuchs für sein Handwerk. In seiner Werkstatt wurden Fenster, Türen und Möbel hergestellt und allgemeine Tischlerarbeiten ausgeführt.

Zur damaligen Zeit war es außerdem üblich, dass eine Tischlerei Särge herstellte und das Waschen und Einsargen der Toten übernahm. Gotthold Rönnecke hatte neben zwei Töchtern auch einen Sohn, Siegfried Rönnecke. Er erlernte ebenfalls das Tischlerhandwerk und sollte ursprünglich den Betrieb weiterführen. Doch leider kehrte er aus dem zweiten Weltkrieg nicht mehr zurück.


Nach Ende des zweiten Weltkrieges war die Herstellung von Schlafzimmern und Küchen sehr gefragt. Es gab damals wegen des großen Bedarfs durch die vielen Evakuierten eine amtliche Kontingentierung. Die Tischlereien in Heldrungen (neben Tischlerei Rönnecke waren das noch Tischlerei Birkicht und Vöhler) bekamen das Holz nur auf Bezugsschein und durften ihre Schlafzimmer und Küchen auch nur auf solche Scheine verkaufen. Später war diese Reglementierung nicht mehr erforderlich. Es wurden dann mehr Fenster und Türen gebraucht, also stellte man diese her.


Am 1. Januar 1954 übergab Gotthold Rönnecke aus Altersgründen den Betrieb seinem Schwiegersohn, dem Tischlermeister Martin Baumgärtner. Unter immer schwieriger werdenden Verhältnissen gelang es die Selbständigkeit zu erhalten. Die Produktion wechselte je nach Nachfrage der Kundschaft von Bauelementen wie Fenstern, Türen und Haustüren zu Möbeln, Innenausbau und Ladeneinrichtungen. Zwischendurch wurden auch Tischuhrengehäuse für Uhrenfabriken hergestellt.
Anfangs konnten laufend Lehrlinge ausgebildet werden, später gab es keine Genehmigung für Lehrverträge im Handwerk mehr.


Martin Baumgärtner

Der erste Lehrling, den Tischlermeister Martin Baumgärtner 1984 wieder ausbilden durfte, war sein Enkel Sven Wagenbreth. Ein zweiter Enkel, Robert Naumann, folgte 1986.

Beide übernahmen schließlich die Tischlerei als Martin Baumgärtner aus Altersgründen ausschied. Nach der „Wende“ trennten sich die beiden Cousins 1990 wieder.
Sven Wagenbreth ging zurück nach Berlin und gründete eine eingene Firma, die Kunststoff-Fenster herstellte.

Robert Naumann führt den Familienbetrieb weiter.
Näheres im Button "Heute".

(Auszug aus der Familiengeschichte, Martin Baumgärtner)

zurück zu über uns